00:00:13: Herzlich willkommen bei Essenz fürs Ohren.
00:00:15: In dieser neuen Folge geht es heute in die Zukunft, aber wir starten in der Vergangenheit und dafür habe ich eine ganz tolle Talk-Gästein heute, die Eva Maria Endres zugeschaltet aus Berlin.
00:00:29: Hallo Eva danke dass du dir Zeit genommen hast.
00:00:33: Hallo Heike vielen vielen Dank für die Einladung.
00:00:36: ja wir haben Eben im Vorfeld schon gesagt, ich könnte mich mit dir stundenlang unterhalten.
00:00:43: Aber wir wollen auf das Wesentliche kommen!
00:00:45: Denn du bist hast es wirklich in dir und unsere Wege kreuzten sich ja das erste Mal bei Nutrition Hub also einem Netzwerk, dass auch in Berlin zu Hause ist aber deutschlandweit immer für uns Fachkolleginnen tatsächlich auch Innovatives bringt und da gehörst Du natürlich auch unbedingt dazu.
00:01:02: Aber bevor wir einsteigen in das Ganze Wir uns um all die Dinge kümmern, um die du dich kümmerst in deinem Alltag und mit deinem ganzen Wissen.
00:01:14: Und wir sehr tief ins Thema alle Themen rund ums Essen eintauchen können – also um die Soziologie, um Kommunikation….
00:01:23: Es gibt so vieles!
00:01:24: Lass uns mal ganz einfach starten.
00:01:27: Und zwar was passend ist zu diesem Snack & Snack?
00:01:30: Was snackst du so richtig gern?
00:01:33: Also mit anderen Worten, was is dein
00:01:34: Lieblingssnack?!
00:01:37: Ich glaube, ich bin da die ganz klassische Ökotophologin und muss jetzt leider Nüsse sagen oder mandeln.
00:01:44: Das ist ja immer das klassische Brainfood was man so kennt oder Studentenfutter.
00:01:48: aber ich finde es tatsächlich nicht nur lecker sondern mir geht's dann oft auch zu dass ich am Computer sitze und vergesse zu essen oder irgendwie schnell noch etwas fertig machen will.
00:02:00: Und so als Snack brauche ich dann einfach was, das mich so ein bisschen settigt und den Blutzugern nicht ganz in die Höhe treibt.
00:02:06: Da sind Nüsse oder Studentenfutter einfach perfekt.
00:02:10: Perfekt!
00:02:11: Du hast eben schon die Mandeln erwähnt.
00:02:14: Meine Lieblingsnuss ehrlich gesagt auch... Wie machst du sie am liebsten?
00:02:20: Mit Schale ohne Schale geröstet ungeröstet?
00:02:25: Am liebste eigentlich geröstete mit Schale.
00:02:29: Aber ich esse hier auch gerne ungeröstet und ohne Schale.
00:02:33: Die sind ganz anders im Geschmack, oder?
00:02:36: Total!
00:02:36: Es ist eine total unterschiedliche Industrie.
00:02:39: Und ich reste die oft auch gerne selbst... Also wenn ich dazu komme, wenn ich die Zeit dazu habe aber ich liebe dann diesen Duft.
00:02:47: Also das ist ja traumhaft, wenn man so die Mandeln aus Blech macht und zehn Minuten in Ofen.
00:02:52: Und dann strömt es so durch die ganze Küche... Das riecht dann irgendwie wie Weihnachtsmarkt!
00:02:59: Die entwickeln ein unglaublich tolles Aroma also auch noch mal ganz anderes Aroma als wenn man sie nicht häusst.
00:03:05: Das finde ich faszinierend.
00:03:07: Und dann redet man über die langweilige Nuss und in Wirklichkeit hat sie so viele unterschiedliche Facetten.
00:03:14: Ja, absolut!
00:03:17: Natürlich auch manchmal gesalzen.
00:03:18: Die schmecken denn nochmal ganz anders?
00:03:20: Also ja richtig gut.
00:03:23: Was kommt dir vielleicht auch typisch ökotrophologisch gar nicht in die Tüte?
00:03:29: Gute Frage eigentlich... Eigentlich gar nichts, also ich esse grundsätzlich alles.
00:03:35: Ich habe mich eine viele Jahre vegetarisch ernährt, hab dann aber wieder angefangen so kleine Mengenfleisch zu essen.
00:03:43: Meine Kinder essen auch ab und zu gerne Fleisch Also ich ess.
00:03:46: bei mir gibt es sogar keine Verbote oder Lebensmittel die ich jetzt gar nicht mag.
00:03:52: Es ist tatsächlich eher denn so ne Aversion die man über die jahre mal entwickelt hat.
00:03:56: dadurch dass ich mich viele Jahre vegetarian ernährt habe war ich unterwegs oft auf so vegetarische Sandwiches angewiesen und habe dann jahrelang an diese Bahnhofsbrötchen mit Tomate-Basilikum gegessen.
00:04:10: Und da ist immer Basilikum Pesto drauf, und das ist glaube ich ein Lebensmittel was ich mittlerweile gar nicht mehr mag.
00:04:19: Das schmeckt für mich immer sofort nach Bahnhof und schnell unterwegs was essen.
00:04:24: Ich kauf mir kein Basilikumpesto und es ist auch nicht gerne.
00:04:28: Also außer das selbstgemachte, da sind wir wieder bei den kleinen Feinen unterschieden.
00:04:32: Selbst gemachtes Basilikum-Pesto schmeckt ja komplett anders als das aus dem Glas.
00:04:37: Das esse ich dann wieder gerne.
00:04:38: Aber das kann zum Beispiel so einlebensmittel was ich nicht mag!
00:04:42: Weil du es auch mit Stress und Schnell- und Bahnhofen bindest.
00:04:45: Ja, okay ich verstehe.
00:04:47: Das ist ja ganz häufig so dass man die Assoziation zu einem Lebensmittel nicht mag.
00:04:53: Dass man's gar nicht voneinander trennt kann!
00:04:54: Und wir sind fast in mediasries.
00:04:56: aber ich möchte dich ein bisschen vorstellen weil das wirklich interessant ist was du alle schon gemacht hast oder auch machst.
00:05:01: Eva Du bist also auch Ökotrophologin.
00:05:05: Das hast du jetzt eben schon verraten, du hast im Bachelor-Ökotropologie studiert und dann kam der Master obendrauf in Public Health, die öffentliche Gesundheit sozusagen.
00:05:15: Und bis da ja viel politischer geworden nehme ich an in der Zeit.
00:05:20: Dann kam irgendwann noch die Promotion dazu.
00:05:23: Da werden wir gleich nochmal darüber sprechen weil das Thema oder ist so spannend?
00:05:28: Du bist Dozentin ... Du bist Lehrbeauftragte Du denkst immer auch sehr innovativ und willst eigentlich Menschengruppen.
00:05:37: Ich glaube, als ich über dich nachgedacht habe du bist so eine Brückenbildnerin.
00:05:41: Also du bringst so Innovatives drauf.
00:05:44: also du machst ne kulinarische Bildung für Menschen das heißt Kulinarik gutes Essen mit der Bildung zusammenbringen.
00:05:52: Du baust bei Menschen Lebensmittelkompetenzen aus dass man überhaupt mehr nicht nur weiß, sondern auch versteht und anwenden kann.
00:06:01: rund um die Lebensmittelwelt.
00:06:03: Slow Food ist mir ein Begriff.
00:06:05: ich hoffe die meisten unserer Zuhörerinnen und Zuhörer kennen Slow Food weil da geht es ums gute Essen und das gibt es international und für Deutschland hast du die erste Gruppe Slow Food Youth gebildet und auch das Netzwerk dazu aufgebaut.
00:06:18: also wirklich toll.
00:06:19: und ja es geht um gute Lebensmittel bei dir und mittlerweile bist du tätig Aber auch NGOs und Behörden, wo es auch immer um diese Themen geht.
00:06:30: Wir werden da sicherlich gleich noch ein bisschen eintauchen.
00:06:34: und das, wo ich sage, da sprechen wir zwei absolut eine Sprache ist die Wissenschaft in die Praxis bringen und manchmal auch die Praxis in die Wissenschaft also die Brücken bilden.
00:06:48: Habe ich etwas vergessen was alles noch zu dir zu sagen wäre?
00:06:54: Ich glaube nicht, du hast schon ganz viel genannt und ich finde das ein total schönes.
00:06:59: Und ja also ich fühle mich sehr geehrt.
00:07:01: des Bildes, das du von mir gezeichnet hast freut mich total dass du mich so siehst.
00:07:06: Ja und jeder der mehr über dich wissen möchte kann auch viel über dich finden in den im Netz auf jeden Fall.
00:07:13: Eva Maria Endres ist auf jeden fall eine Google Suche wert.
00:07:17: Ich möchte mit dir tatsächlich über dein Werdegang nochmal in Detail sprechen, denn du bist ja Ernährungs- und Kommunikationswissenschaftlerin.
00:07:27: Und das ist interessant!
00:07:28: Denn ich glaube für mich ist es die perfekte Kombination, die wir brauchen um Menschen mit all dem Wissen was es rund um Ernährung gibt, tatsächlich auch zu erreichen.
00:07:40: Wie ist dein Weg gelaufen dorthin?
00:07:42: Das zu machen.
00:07:44: Das war eigentlich totaler Zufall.
00:07:46: also Zum einen habe ich diesen Themenschwerpunkt Ernährung in sozialen Medien, damit beschäftige ich mich jetzt schon seit dreizehn oder vierzehn Jahren und die Idee dazu kam ursprünglich durch Slow Food.
00:08:00: Also das gerade erzählt... Ich hab so die Slow Food-Jugendbewegungen in Deutschland mitgegründet und damals vor fünfzehn Jahre, fünfzehnt, sechzehn jahren, habe ich quasi die Anfänge von Social Media in Deutschland miterlebt.
00:08:13: Und ich war damals eben Studentin und hatte noch so dieses studentische Aufbruchs-Mindset.
00:08:20: Also wir wollen die Welt verändern, und wir wollen was Positives machen.
00:08:24: Das war auch die Idee, dass es das Lovehood-Jugendbewegungen mitgetragen hat.
00:08:30: Und als dann die sozialen Medien aufkam, das war auch gerade so die Zeit des arabischen Frühlings.
00:08:35: Zwei Tausend Zehn.
00:08:36: Als in Tunesien und anderen Ländern diese politische Aktivismus durch soziale Medien angeregt wurde oder stürzt wurde... ...und wir hatten damals wirklich das Gefühl wow!
00:08:46: Wir haben mit diesen digitalen Medien einen Tool an der Hand, mit der wir die Welt verändern können Und da hört uns endlich jemand zu.
00:08:54: Also, die junge Generation bekommt endlich eine Stimme und wir können uns da Gehör verschaffen.
00:09:00: Wir können Leute zusammenbringen.
00:09:02: Wir haben damals zum Beispiel bei Slow Food einen Schnippeldisco ins Leben gerufen.
00:09:08: Die Idee ist so entstanden im Rahmen der grünen Woche.
00:09:11: Da findet immer eine große Demo statt.
00:09:14: Dann war so die Idee ... Wir könnten doch am Ende der Demo für alle teilnehmen und kochen.
00:09:18: Das waren zehn, fünfzehn tausend Leute Und da ging es um Lebensmittelverschwendung und wir haben dann Lebensmittel gesammelt von den umliegenden Höfen in Berlin- und Brandenburg.
00:09:28: Lebensmittel, die nicht auf dem Markt verkauft werden können.
00:09:31: Wir hatten dann eins Komma zwei Tonnen Gemüse... ...und dann standen wir vor der Herausforderung.
00:09:36: Wir waren zu fünft oder so.
00:09:38: Oh shit!
00:09:39: Wie schnippeln wir das jetzt?
00:09:40: Da stehen wir ja tagelang.
00:09:42: Dann haben wir einfach ein Event auf Facebook gestartet, einen Aufruf, haben den geteilt.
00:09:47: Wir haben eine coole Location gekriegt, die Markthallen neun, die uns unterstützt hat.
00:09:52: Und dann kamen wirklich an dem Abend ... Also, die Idee war so... Die jungen Leute kommen ja nicht um Gemüse zu schnippeln also machen wir eine Disco.
00:09:59: Deswegen haben wir noch so Elektro-Details eingeladen und haben gesagt, wir tanzen!
00:10:02: Wir hören coole Musik und wir schniffeln Gemüses zusammen.
00:10:06: Da kam man den Abend wirklich glaube an die zweihundert junge Menschen, um uns beim Schnippeln zu helfen und innerhalb von einer halben Stunde hatten wir das ganze Gemüase geschnipelt.
00:10:15: Es war einfach großartig.
00:10:17: Genau das war so damals diese Stimmung und deswegen habe ich dann auch meine Masterarbeit zu dem Thema Ernährung in sozialen Medien geschrieben.
00:10:25: Und ja, ein paar Jahre später gab es zwar so zwei Jahre nach Abschluss der Masterarbeit hat mich da nochmal jemand angeregt gesagt hey publiziert ist doch als Buch Es gibt so wenig zu dem thema.
00:10:36: Damals gab's wirklich fast noch gar nichts zum Thema.
00:10:41: Ich dachte mir so, ja okay ich mach das halt.
00:10:43: Das liest ja dann eh keiner.
00:10:45: aber tatsächlich war es super toll weil das so für mich nochmal der Startschuss war mit dem Thema nach außen zu treten und dass von vielen Leuten damals als ein erstes Grundlagen
00:10:58: oder
00:10:59: zumindest so ein Ansatzwerk für das Thema Ernährungskommunikation in sozialen Medien gesehen wurde, womit ich damals überhaupt nicht gerechnet hätte.
00:11:07: Und so wurde das dann zu meinem Hauptthema, dass mich bis heute begleitet.
00:11:12: und schön war es dann eigentlich eben mit der Promotion wie du gerade schon angesprochen hast, weil ich war ja Ernährungswissenschaftlerin vom Studium her Und habe mich dann auf ein Promotionsstipendium beworben.
00:11:25: Das wurde von den katholischen Hochschulen in Bayern ausgeschrieben und man musste einen Doktorvater einer dieser drei Hochschule nehmen, ich wurde dem Professor Altmappen zugewiesen und der war eben Kommunikationswissenschaftler und so hat sich das dann zufällig ergeben dass ich in Kommunikation wissenschaft promoviert hab.
00:11:50: Ich bin dann auch, habe mich mit den kommunikationswissenschaftlichen Theorien auseinandergesetzt und bin in die Fachgesellschaft eingetreten.
00:11:57: Habe dort schon das eine oder andere Mal auf einer Tagung vorgetragen.
00:12:01: Dadurch ist diese Brücke entstanden zur Kommunikations- wissenschaft.
00:12:05: Das ist eine super Ergänzung!
00:12:08: Für mich war es auch total bereichern, noch mal eine andere wissenschaftliche Perspektive zu haben als diese ernährungs- wissenschaftlichen Perspektiven.
00:12:17: Weil die Gesundheitskommunikationen hatten komplett anderen Blickwinkel auf Themen wie Motivation und Verhaltensänderungen – wie sprechen wir mit Menschen?
00:12:28: Ja, ich glaube genau das ist ja der Punkt!
00:12:30: Wir haben ganz viel Wissen.
00:12:33: Ja, also wenn wir mal zusammenpacken würden was wir alles an Wissen hätten und wie schnell sich das auch jetzt vervielfacht.
00:12:40: Also wenn man ein in unsere Fachplattformen, Datenbanken wo die ganzen Studien sind und man gibt irgendein Thema Also ich sage jetzt mal, ah die Positas.
00:12:50: Wie schnell sich das minütlich oder stündlich oder täglich verändert?
00:12:54: Da kommt mir ja gar nicht hinterher.
00:12:55: Das ist das eine.
00:12:56: gleichzeitig merken wir aber den Menschen geht es nicht besser.
00:12:59: also Wir haben da tatsächlich einen riesen gap.
00:13:02: eigentlich.
00:13:03: also ne lücke Eine wissenschaftliche lücke vielleicht auch wo wer die du ja füllst mit dem was du tust nämlich dass wir das eineseits das wissen haben und das andere in die kommunikation gehen müssen letztlich um menschen zu erreichen wo wir hin wollen eigentlich.
00:13:19: Du hast eben schon gesagt, deine Promotion hast du dann ja auch zum Buch werden lassen?
00:13:24: Ich möchte einmal den Titel nennen die Moral des Essens in Zeiten digitaler Kommunikation hört sich total langweilig an ist immer so ein Wissenschaftler.
00:13:33: also wo man erst mal dacht okay die moral des essens da muss man schon mal drüber nachdenken echt hat essen moral.
00:13:39: also da kann man glaube ich darüber nachdenkt.
00:13:41: und dann in Zeiten digitaler kommunikation das ist hier das wo wir heute angekommen sind.
00:13:46: Ja, also wir kommunizieren ganz viel über digitale Medien.
00:13:50: Wir kommen ja gleich dazu und hast dieses Buch hier dann für die Allgemeinheit weitergeführt.
00:13:56: sehr spannend und nicht zuletzt weil du das gestern mit dem heute eben so verbindest.
00:14:01: ist es nicht auch was zu deinem echten Alter gehört?
00:14:05: Also ich habe das eben schon mal gesagt Brücken bauen Verbinden Netzwerken.
00:14:11: Wie sieht deinen Alltag aus?
00:14:13: ist das sowas ich dir unterstelle dass du das auch wirklich machst.
00:14:17: Du meinst jetzt in meinem Arbeitsalltag?
00:14:20: Ja, in deinem Arbeitsalltag genau!
00:14:23: Also wahrscheinlich auch familiär.
00:14:25: aber auch reden wir mal über die Arbeit.
00:14:28: ja.
00:14:31: Ja, mein Arbeitsalltal ist eigentlich total vielfältig dadurch dass ich eben freiberuflich arbeite.
00:14:37: im Moment und ich habe zwar Lehraufträge und immer auch wieder mal Honorar-Aufträge oder bin auch wieder einmal angestellt habe ich sehr viel Freiraum in meiner Arbeit und dem, was ich tue.
00:14:49: Das heißt sich hat mittlerweile auch das... Also ich erlebe es als ein unglaubliches Privileg dass ich mir Themen- und Projektpartner auch aussuchen kann mit denen ich gerne zusammenarbeiten möchte und mich mit den Dingen beschäftigen darf die mich wirklich interessieren und in die ich meine Energie reinstecken möchte.
00:15:07: Das finde ich total toll!
00:15:09: Und ja ich mache immer so von der konkreten Arbeit her mache ich viel Projektarbeit.
00:15:14: Das heißt, ich arbeite zum Beispiel mit Gesundheitsorganisationen zusammen die sich zum Ziel gesetzt haben das Thema Ernährung mehr im Gesundheitssektor zu integrieren.
00:15:25: Ich arbeite jetzt bei Nutrition Hub.
00:15:27: beispielsweise geht es darum Strukturen aufzubauen wie wir Ernährungskommunikation in Deutschland verbessern können.
00:15:35: und ja ansonsten mache ich auch Lehre viel an Hochschulen.
00:15:40: Das macht mir auch total viel Spaß, also gerade auch dieser Kontakt zu den Studierenden.
00:15:44: Und da kriegt man auch immer total viel mit was die so beschäftigt und wie sie denken.
00:15:50: Den Austausch finde ich total interessant, auch Abschlussarbeiten zu betreuen und dergleichen.
00:15:56: Ich bin fallberufliche Wissenschaftlerin, so nenne ich mich immer aber es geht in meinem Arbeitsalltag vor allen Dingen darum die wissenschaftlichen Erkenntnisse in die Praxis zu transferieren und Menschen dabei zu unterstützen.
00:16:11: Also ich habe bald eben auch viele Weiterbildungen für Multiplikatoren und Multiplikatorinnen, zum Beispiel Ärztinnen oder Lehrpersonen oder Ernährungsberater.
00:16:24: Und die eben dabei zu unterstützten wie sie mit Menschen über Ernährungsthemen sprechen können Menschen auch wirklich erreichen können und dann eben bei der Verhaltensänderung auch unterstützen können.
00:16:38: Ja,
00:16:40: das heißt ja eigentlich für all die Fachleute, die jetzt auch zuhören wir haben ganz viel Wissen.
00:16:46: und auf der anderen Seite hast du die Menschen, die das erreichen sollen und ins
00:16:52: Tun
00:16:53: kommen im besten Fall auch mit im Blick.
00:16:56: ist es richtig verstanden?
00:16:59: Ja absolut genau.
00:17:01: also Was ich eben spannend finde in der Ernährungswissenschaft, so wie ich das im Studium zumindest gelernt habe und ich glaube, wie es auch heute an vielen Orten noch gelehrt wird.
00:17:14: Da hat man immer die Vorstellung... Man muss das Ernährungswissen also die Information nur vermitteln in Form von Flyern, im Beratungsgespräch und dann tun die Menschen das schon!
00:17:26: Dann setzen sie das schon um.
00:17:29: Und das was ich aber den Leuten Versuche zu vermitteln sind eben zum Beispiel über, es gibt Modelle der Verhaltensänderung aber auch Modelle aus der Kommunikationswissenschaft die zeigen von der Information bis zum Verhalten ist das ein sehr weiter Weg.
00:17:48: Und ich glaube du hast vorhin auch schon von dieser Lücke gesprochen.
00:17:53: also aus der Psychologie kennen wir ja diesen Begriff der Intensionsverhaltenslücke.
00:17:58: Das heißt, dass wir uns vornehmen.
00:18:01: Also selbst wenn wir uns fest vornehmen ein Verhalten zu ändern, heißt auch das noch nicht lange, dass wird es dann auch umsetzen.
00:18:07: also...
00:18:08: Gibt da dieses schöne italienische Sprichwort, was heißt zwischen dem Wissen und dem Handeln liegt das Meer.
00:18:15: Und genauso ist es ja oft in der Praxis.
00:18:17: Da nehme ich mich auch gar nicht aus!
00:18:19: Wie oft haben wir uns irgendwie schon vorgenommen?
00:18:22: Ich stehe jetzt jeden Morgen um fünf Uhr auf und gehe joggen.
00:18:26: Dann am nächsten Morgen regnet's oder ich finde meine Schuhe nicht... Oder ich fühle mich total schlapp weil irgendein Kind in der Nacht wach war und dann mach' ichs eben doch nicht.
00:18:37: Und so sieht ja der Alltag aus.
00:18:39: Das ist das Normale und ich glaube, dass es sehr wichtig die Menschen da abzuholen, das auch zu kommunizieren und diesen Prozess einfach sichtbar zu machen.
00:18:50: Also auch klar zu sagen Es liegt nicht an dir.
00:18:56: Ich hasse den Begriff dieses inneren Schweinehunds weil damit werden ganz tiefe Bedürfnisse bei den Menschen Dass ich ausschlafen kann, dass ich ausgeruht bin.
00:19:09: Dass ich mich im strömenden Regen nach draußen gehen möchte.
00:19:13: Das sind ernstzunehmende Bedürfnisse.
00:19:15: Das ist ja nicht irgendein komisches Schweinehund Tier was mich da faul sein lässt und mich davon abhält sondern das sind meine bedürfnisse und die muss man einfach ernst nehmen sich damit auseinandersetzen wirklich diesen Prozess, was braucht es für eine Verhaltensänderung und wie lange dauert das eigentlich?
00:19:34: Also dir braucht es nicht zu erzählen.
00:19:35: Weil du bist schon seit Edeligkeiten in der Beratung tätig und machst es total erfolgreich.
00:19:40: Aber ich glaube bei den viele Zuhörerinnen und Zuhörer wissen das vielleicht nicht oder haben oft so den Eindruck ja warum kriege ich das nicht hin?
00:19:51: Warum schaffe ich das denn nicht?
00:19:53: Weil's einfach schwierig ist!
00:19:55: das
00:19:56: Routinen zu ändern.
00:19:57: Es ist wirklich ein langer
00:19:58: Prozess.".
00:19:59: Ich hatte noch einen Beratungsgespräch mit einem Paar, die zu zweit kamen – beide stark übergewichtig junge Leute und die sind nur gekommen weil sie gehört haben dass es hier nicht nur um Wissen geht.
00:20:12: bei essence denn wissen haben die Und sie sind aber zum ersten Mal, was Sie abschließen gesagt haben als Menschen gesehen worden.
00:20:21: Wo ich denke, was ist denn da los?
00:20:23: Dass wir Menschen nicht mehr sehen als Menschen sondern als zwei Übergewichtige die jetzt nur ein neues Wissen brauchen um Gottes Willen und ich fasse mir dann manchmal wirklich an Kopf was da in Beratungssituationen egal wer berät also wie gut auch ausgebildet oder nicht dass wir diese Lücke nicht schließen die dir so wichtig ist.
00:20:44: Wie du es schon sagst, auch ich nickte ja die ganze Zeit.
00:20:47: Du siehst mich Ja Ich nickte die ganze zeit bei dem was du sagst.
00:20:51: also dass wir Menschen auch entspannen und Druck rausnehmen.
00:20:55: das ist nicht um wissen geht bis man etwas verändert.
00:20:58: Wir hatten hier im podcast eine Kollegen auch sie ist auch ökotrophologin die zum zrm Zum züricher ressourcenmodell sprach wo man auch viel psychologisch arbeitet mit motivationspsychologischen Prozessen.
00:21:13: Dieses ZTM, das hat mich auch so wahnsinnig überzeugt als Modell wie man eben Menschen begleiten kann und es gibt vieles.
00:21:21: Aber am Ende ist es meistens das Herz was sprechen muss um Menschen zu erreichen oder?
00:21:27: Was denkst du?
00:21:28: Du sprichst ja auch sehr mit dem Herzen wenn man dir zuhört.
00:21:31: Eva ich will ja mit dir in der Zukunft landen nachher Weil du hast, wir sind ja im Zeitalter der digitalen Kommunikation.
00:21:41: Das ist unser Ziel für heute.
00:21:43: aber um das morgen oder die Zukunft zu verstehen es ist manchmal ganz sinnvoll in die Vergangenheit zu gucken und dafür ist es auch sinnvoll wenn man das in Sachen Essen und Ernährung macht und wenn wir mal überlegen wo kommen wir als Menschen eigentlich her?
00:22:00: In der Gesundheit und ähnliches, um die Trends von morgen sozusagen verstehen wollen.
00:22:06: Denn ist es glaube ich sinnvoll dass wir über früher sprechen beziehungsweise lasst uns mal ganz früher starten im alten griechenland denn wenn man in dein buch schaut dann ist da auch so was drin wie das alte griechische verständnis von esskultur und essen und gesund bleiben das war früher Tenor, wenn man da über gesunde Ernährung – ich hasse dieses Wort oder diese zwei Wörter.
00:22:36: Gesunde Ernähungen!
00:22:37: Also wenn man über gutes Essen und Esskultursprach, was war da Tenor im alten Griechenland?
00:22:43: Ja genau.
00:22:45: also vielleicht noch ganz kurz zur Einordnung weil du gerade gesagt hast.
00:22:49: Ich sehe das ganz genau oder für meine Arbeit hat sich das total bewährt dieser Blick in die Vergangenheit um dann eben Entwicklungen für die Zukunft ableiten zu können, weil ich glaube anhand der Vergangenheit sehen wir eben so eine Entwicklunglinie und wir können viel besser verstehen wo wir herkommen.
00:23:10: Und in meiner Doktorarbeit ... Fokussiere mich nicht so gerne auf kleine Einzelheiten, sondern ich versuche immer ein großes gesellschaftliches Bild zu sehen.
00:23:22: Was es dann manchmal auch etwas schwierig macht, weil ich keinen Punkt finde, wo ich mit meiner Forschung aufhören soll.
00:23:28: Aber in meiner Doktorarbeit habe ich eigentlich versucht zur zentrale Narrative der Esmoral, also zentraler Aspekte was... Bedeutet bei uns in Europa eigentlich gutes oder richtiges Essen?
00:23:42: Also wie definieren wir das, wie haben wir dafür Anhaltspunkte gefunden und wie hat sich das kulturell entwickelt wo wir heute stehen.
00:23:52: Schön dass du bei Essenz fürs Order dabei bist!
00:23:54: Wenn Du Lust hast noch mehr von uns zu entdecken dann haben wir einiges für Dich.
00:23:58: Bei Essenz dreht sich alles um gutes Essen und Ernährung ganz egal ob wir jung oder alt.
00:24:03: auf unserer Website findest Du Rezepte und kannst Dein Termin zur Messung der Körperzusammensetzung buchen.
00:24:08: Außerdem findest du alles von der Ernährungsberatung, über Kurse bis hin zu unseren Angeboten für Unternehmen.
00:24:14: Krieg dich rein unter www.essenz.hamburg und auf Instagram findest Du uns unter essence.humburg.
00:24:20: Wenn Du selbst Ernährungsexpert in bist oder es noch werden möchtest dann ist das Essenzwissenswerk genau richtig für Dich!
00:24:27: Dort findest DU Fortbildungen und unser Netzwerk für Austausch- und Inspiration Auf www.essenz-wissenschwerk.homburg und bei Instagram auf essenz.wissenzwerk.
00:24:37: Ganz egal, wo du gerade stehst.
00:24:39: Wir sind gespannt, wo dich deine Neugier noch
00:24:41: hinführt.".
00:24:43: Das habe ich versucht zu identifizieren und dann eben untersucht.
00:24:47: inwiefern bildet sich das heute über Ernährung in sozialen Medien ab?
00:24:52: Also sehen wir da einen Unterschied?
00:24:53: oder ist es immer noch the same old things die wir schon vor tausend Jahren diskutiert haben?
00:25:00: Genau.
00:25:00: Und deswegen muss ich dann im alten Griechenland anfangen, weil das ist ja quasi die Wiege der europäischen Kultur und auch die Wiegel der europäischen ... Ja, erst Kultur oder es Moral könnte man so sagen... Und
00:25:14: auch Gesundheit?
00:25:15: Oder?
00:25:16: Also auch die Ärzte waren ja dort, Hippokratis und so,
00:25:21: ja.
00:25:23: Genau!
00:25:23: Hippokratist hast du gerade schon erwähnt.
00:25:26: Er hat ja eigentlich eines der ersten Ernährungsratgeber geschrieben, könnte man so sagen.
00:25:34: Damals schon vor vielen tausend Jahren.
00:25:37: und das Spannende ist eben wie Poggrat es unsere Gesundheit gesehen hat.
00:25:41: er hat beispielsweise gesagt Du wirst nicht einen Maß oder eine Maßzahl finden um Gesundheit zu messen, sondern das was letzten Endes zählt ist das Gefühl des eigenen Körpers.
00:25:55: Also er hat Gesundheit oder das Körpergefühl als ein Bioindikator definiert um herauszufinden ob ein Mensch gesund ist oder nicht und der hat Ernährung und Gesundheit extrem individuell gesehen.
00:26:09: also er hat seine seine Ideen auf der viersefte
00:26:15: Lehre
00:26:16: begründet.
00:26:20: Man kann es so ein bisschen vergleichen mit traditioneller chinesischer Medizin, also es gibt so unterschiedliche Charaktere.
00:26:27: wie die jetzt heißen spielt jetzt eigentlich keine Rolle aber es gibt quasi unterschiedliche Richtungen, eher eine feurige Richtung, also warm, die dann eben eher Anheiz der Energie gibt wo du vielleicht auch so ein bißchen hitzköpfig bist.
00:26:42: Und dann gibt es so eine feuchte Energie, die ja ein bisschen beruhigend ist und die Menschen dann fast so ein bisschen letharisch oder pflegmatisch macht.
00:26:52: Die sind in sich zurückgezogen.
00:26:56: Das Ziel von Hippocrates war es immer einen Gleichgewicht zu schaffen zwischen diesen verschiedenen Aspekten.
00:27:04: Er hat dann Ernährung als ganz zentrale ... Therapiepräventionsform in der Gesundheit gesehen und hat den einzelnen Lebensmitteln verschiedene Eigenschaften zugewiesen, zum Beispiel gesagt Knoblauch.
00:27:18: wirkt eher anfeuern durch diese Schärfe, die er hat und erregt die Verdauung an.
00:27:24: Und dann gibt es aber auch andere wie zum Beispiel Haferschleim.
00:27:27: das wirkt ja beruhigend und wenn wir zb einen unruhigen Magen haben, Magensäure.
00:27:33: so hat er das nicht genannt, aber so würden wir's heute sagen.
00:27:36: Dann essen wir Haferscheiben.
00:27:37: das beruhigt uns wieder.
00:27:39: Das heißt bei Hippoka gab es keine einheitliche gesunde Ernährung, also so sollte jeder Mensch essen.
00:27:47: So wie wird das vielleicht heute kennen?
00:27:50: Sondern es war extrem individuell!
00:27:53: Also er hat in diesem Werk was er geschrieben hat definiert Wie ist dein Lebensalter?
00:27:58: In welchem Stadion befindest du dich gerade, bist du ein Mann oder eine Frau.
00:28:03: Ist es gerade Frühjahr-, Sommer-, Winter-, Herbst?
00:28:06: Bewegst du dich viel?
00:28:09: Ja also ganz viele individuelle Faktoren die letzten Endes Einfluss gegeben haben was denn der gesunde Ernährung ausmacht.
00:28:19: das heißt sehr individuell Das Gefühl des eigenen Körpers, heute würden wir sagen intuitives Essen.
00:28:26: Hat die Pogratis damals schon geprägt.
00:28:28: und das Spannende ist eben dieses Werk von Hippocrates wurde dann von einem anderen Mediziner aufgegriffen, Galen hießt ihr?
00:28:37: Und der hat es dann nochmal ein bisschen schöner zusammengefasst noch mal neu veröffentlicht und dieses Werk war über ja ich würde mal sagen bis in die Neuzeit hinein, also bis eigentlich so die naturwissenschaftliche Medizin aufgekommen ist.
00:28:54: War das das ausschlaggebende, also das Standardwerk für Medizin und Gesundheit und Ernährung in fast ganz Europa?
00:29:02: Also es war über viele hundert Jahre war das Ausschlaggebend.
00:29:06: Es wurde dann auch, wir sehen ähnliche Ansätze zum Beispiel bei Hildegard von Bingen hat ja auch Lebensmitteln, Kräuter-Heilkunde und so weiter betrieben.
00:29:16: Und auch in den Klöstern wurde das dann aufgegriffen usw.
00:29:19: Aber wir hatten vor der Naturwissenschaft eigentlich... ...wurde da den Menschen sehr intuitiver und individualistischer Zugang zum Thema Gesundheit beigebracht.
00:29:32: Natürlich gab es bestimmte Regeln die für alle galten aber grundsätzlich jetzt was das Thema Ernährung angeht war schon sehr individuell.
00:29:41: Und das bedeutete ja auch, wenn man noch mal über Hippocrates spricht.
00:29:45: Es wurde ja auch beobachtet.
00:29:46: also welchen Menschen habe ich eigentlich vor mir?
00:29:49: Was hat er denn für Probleme?
00:29:51: und wenn wir jetzt nochmal an das Beispiel da ist jemand der ist adipös vielleicht denken dann ist ihr Adipositas und Adipositas bei jedem Menschen unterschiedlich.
00:30:01: und das heißt Schon Hippocrates hat eigentlich ja beobachtet, welchen Menschen habe ich eigentlich vor mir sitzen?
00:30:08: Du hast über den Magen gesprochen.
00:30:10: Nicht jeder Magen-Patient ist auch der gleiche Patient.
00:30:13: Ja warum hat er eigentlich einen aufgewühlten oder unruhigen Magen oder ähnliches?
00:30:18: Genau und es gab halt nicht dieses Experteleinverhältnis also diese Hierarchie so hier sitzt der Arzt und erzählt dich jetzt mal wie du dich zu fühlen hast sondern Hippokratis hat letztendlich gesagt also du musstest schon selbst herausfinden das Kommt, also damit geht auch eine gewisse Verantwortung einher.
00:30:35: Ich kann nicht einfach mich in die Ernährungsberatung setzen und sagen, erzähl du mir jetzt mal wie ich mich zu ernähren habe?
00:30:42: Sondern Hippocrates hat gesagt dass du musst selbst einen Gefühl für dich entwickeln und selbst herausfinden was dir gut tut und was für dich gesund ist.
00:30:53: Und damit sind ja auch die heutigen Diätpläne absurdum geführt.
00:30:56: Also das was man heute immer noch liest ja manchmal Hier ist der Plan, mach das und dann geht's dir besser.
00:31:04: Du nimmst so viel ab oder du ... Das ist ja alles was eigentlich ... Und das ist so schön, warum ich das auch so wichtig finde, was du hier erzählst.
00:31:15: Denn das ist ja das, was ganz altes Wissen ist, dass wir heute machen, das funktioniert eigentlich gar nicht.
00:31:22: Es hat die Gültigkeit komplett verloren.
00:31:25: Ja?
00:31:26: Wir wissen es schon.
00:31:27: Heute ist Essen ja mitten in der Gesellschaft angekommen.
00:31:31: Also jeder spricht eigentlich darüber, du kannst auf keine... also ich weiß nicht wie es dir geht.
00:31:35: Erzählst Du auf Partys was Du beruflich machst?
00:31:38: Lieber nicht!
00:31:39: Lieber Nicht!
00:31:39: Ich auch nicht genau.
00:31:41: Also weil dann hast Du das Thema denn ist es so präsent in den allermeisten Kreisen.
00:31:46: Manche haben auch keinen Bock darauf natürlich darüber zu sprechen.
00:31:49: aber Es ist so dass wir sogar auf Parties das als Thema haben.
00:31:55: Ich möchte dann nicht arbeiten.
00:31:57: Ich will auch nur Party machen und deswegen sage ich meinen Beruf
00:32:01: nicht.".
00:32:01: Aber wie kam es eigentlich, dass Essen jetzt so mitten in der Gesellschaft angekommen ist?
00:32:07: Also das... Es ist ein politisches Thema, es ist ein wissenschaftliches Thema.
00:32:12: Überall wird darüber gesprochen oder empfohlen
00:32:16: usw.,
00:32:17: wie ist das gekommen?
00:32:19: Ja!
00:32:19: Das sind eigentlich verschiedene Entwicklungen.
00:32:22: also Wenn wir uns jetzt mal in die Zeit von vor hundertfünfzig Jahren zurückversetzen beispielsweise, dann hat der Essen noch eine sehr... also auch kulturelle hohen Stellenwert.
00:32:34: Wenn es um so Festtagsessen ging aber in erster Linie war's funktional.
00:32:39: Es sollte satt machen und es sollte uns vor allen Dingen davor bewahren dass wir verhungern.
00:32:43: Und oft waren Menschen dort mit Hungerkrisen, mit Lebensmitteln-Knappheit.
00:32:50: Mit Lagerungsschwierigkeiten und dergleichen konfrontiert.
00:32:55: Und deswegen war Essen... Wenn wir uns jetzt die massluftige Bedürfnispyramide vor die Augen führen, da ist ganz unten in
00:33:04: der Pyramide.
00:33:04: Erklären Sie einmal genau!
00:33:06: Das weiß nicht jeder.
00:33:08: Also unten in dieser Pyramid sind eben Grundbedürfnisse wie Überleben und Dach über dem Kopf zu haben und ganz oben in der Spitze kommt dann erst die Selbstverwirklichung Und zu der Zeit war Essen noch auf der unteren Schiene angesiedelt.
00:33:22: Also es ging beim Essen darum, dass wir satt werden und überleben, dass die Menschen um uns herum gut versorgen können.
00:33:31: Erst mit der Industrialisierung haben wir ja dieses schlaraffenland bekommen also diesen wahnsinnigen Überfluss das Essen immer da ist in einem normalen Supermarkt circa dreißig tausend verschiedene Produkte haben, aus denen wir wählen können.
00:33:47: Also was für ein Wahnsinn ist das?
00:33:50: Ich sage es jetzt gar nicht im negativen Sinne sondern wirklich paradiesische Zustände!
00:33:55: Das hätte sich vor hundertfünfzig zweihundert Jahren niemals jemand erträumen lassen dass es sowas mal geben wird – in Realität.
00:34:03: Und damit sind natürlich diese Grundbedürfnisse in hintergrund getreten.
00:34:08: Also die wenigsten Menschen nun ganz kleiner Prozentsatz, also ich möchte nicht sagen dass es niemand ist aber nur ein kleiner Prozent Satz in Deutschland muss sich darüber Gedanken machen ob er für Hunger hat oder überhaupt genügend Essen hat um überleben zu können.
00:34:25: und die meisten Menschen haben das Privileg aus den vielen verschiedenen Produkten die es gibt relativ frei auswählen zu können.
00:34:35: Also ich kann mich entscheiden, wenn ich sage, ich möchte Gemüse essen dann kann ich mich überlegen was für ein Gemüso.
00:34:40: oder ich kann sagen ich ist lieber Fleisch, ich isst lieber Getreideprodukte was auch immer.
00:34:45: also ich kann eigentlich frei entscheiden und damit hat das Essen eine andere Dimension geworden.
00:34:51: Essen ist so einer Identitätsplattform geworden.
00:34:54: Das heißt wir definieren uns Also über unseren Lebensstil, unsere Identität.
00:35:01: Die Frage wer bin ich eigentlich?
00:35:03: wird im Wesentlichen auch über unseren Ernährungsstil heutzutage verhandelt.
00:35:07: Es ist ähnlich wie bei der Mode also dadurch dass diese Vielfalt an Mode gibt es Mode auch immer Ausdruck unserer Identität.
00:35:14: und genauso ist es beim Essen.
00:35:16: Und deswegen auch diese typischen Partygespräche wo man dann irgendwie ein Statement abgibt, wie ich bin Veganerin.
00:35:24: Und mir ist das schon wichtig beim Essen und da hat man sofort so einen Bild von den Menschen im Kopf.
00:35:29: Ah!
00:35:29: Das ist so jemand?
00:35:30: Ah ja.
00:35:30: Dann kauft die bestimmt... Hat sie auch bestimmt keinen SUV vor der Tür stehen.
00:35:35: Und dann hat sie bestimmt auch Öko-Putzmittel im Schrank stehen.
00:35:41: Das heißt damit geht sofort so ein ganzer Lebensstil einher mit einer bestimmten Ernährungsform.
00:35:47: Und also diese Überfluss hat dazu beigetragen, aber eben auch... dass andere Identitätsplattformen ein Stück weit in den Hintergrund gerückt sind.
00:35:57: Zum Beispiel Religion, also Religion war früher sehr wichtig.
00:36:03: Da haben wir Gemeinschaft, sozialen Anschluss und soziale Zugehörigkeit gefunden.
00:36:07: Das wird heute von vielen Menschen nicht mehr so stark praktiziert.
00:36:12: Vielleicht auch politische Themen teilweise.
00:36:15: Also wenn wir uns jetzt an die achten sechziger Generation erinnern, da wurde noch viel sich über politische Ebenen identifiziert.
00:36:24: Das kommt jetzt natürlich auch wieder, also Politik hat auch heute wieder eine wichtige Rolle.
00:36:29: aber Essen ist eben für viele ein bisschen unverfänglicher und ich kann dann eher darüber meinen Werten, mein Tradition oder das was mir wichtig ist im Leben auch Ausdruck verleihen über das was ich esse.
00:36:44: Und nicht zuletzt finde ich auch haben die sozialen Medien dazu beigetragen.
00:36:49: Bei den traditionellen Medien, da wurde halt über gesellschaftsrelevante politische Themen und dergleichen diskutiert.
00:36:58: In sozialen Medien können die Menschen selbst bestimmen, worüber sie sprechen und dann wird eben oft übers Essen gesprochen.
00:37:04: Ist Essen die neue Religion?
00:37:07: Also es gibt Zugehörigkeit ja auch überall... Das, was ich esse ... Ich ernähre mich vegan und gehöre zu dem Gruppe der Veganern.
00:37:14: Oder ich grille gern also gehörig zu den Grillern sozusagen.
00:37:18: oder ich bin Sportler und deswegen Sporternährung und die ganzen Proteinpulver
00:37:24: usw.,
00:37:25: Nahrungsergänzungsmittel oder ich achte auf mich als Frau im besten Alter sag' ich immer so rund um die Fünfzig und muss natürlich Nahrungsergänzungen mitnehmen definiere ich mich über die Art der Nahrungsergänzungsmittel, damit ich ja was von mir sozusagen sage.
00:37:47: Ich halte etwas von mir und achte auf mich.
00:37:50: Ist das heute die neue Religion sozusagen um Zugehörigkeit zu bekommen?
00:37:56: Also... Ich würde sagen, Essen ist auf jeden Fall ein sehr wichtiges Feld um diese soziale Zugehörigkeit zu finden.
00:38:04: Die Gemeinschaft zu finden und auch die Abgrenzung.
00:38:07: Das gehört ja immer zur ZugeHörigkeit mit dazu.
00:38:09: wenn ich mich zu einer Gruppe zugehörig fühle dann grenze ich mich automatisch von anderen ab und sage das was ich mache es richtig.
00:38:16: dass was die Anderen machen ist vielleicht nicht falsch aber vielleicht auch nicht ganz so richtig wie ich das finde.
00:38:22: also die Abgrenzung gehört da mal mit dazu.
00:38:25: Wenn wir jetzt über Religion sprechen, dann gehört er ja immer.
00:38:29: Also ist ja Glaube ganz zentral und Glaube auch so ein bisschen als Gegensatz zur Wissenschaft.
00:38:37: also ich brauche keine weltlichen Beweise um die Dinge zu tun, die ich gerne tun möchte oder um Dinge für richtig zu halten.
00:38:46: das ist ja... Das ist so ein ganz zentrales Kernelement in der Religion, dass ich eben an etwas Höheres über mir stehendes glaube.
00:38:55: Auch wenn es vielleicht da keine empirischen Beweise dafür gibt und das sehen wir... Also zu diesen religiösen Aspekten sehen wir vielleicht in allen Teilen auch bei Ernährungsdielen nicht überall.
00:39:10: also soziale Zugehörigkeit bedeutet nicht gleichermaßen religiösse Aspekte oder Religion.
00:39:16: Aber das gibt es natürlich auch, wenn Ernährungs- oder restriktive strenge Ernährungsträgel kommuniziert werden.
00:39:26: Die wissenschaftlich nicht so hundert Prozent fundiert sind.
00:39:30: also wo ich vielleicht mal eine Studie dazu gelesen habe aber wo eigentlich die breite Ernehmenswissenschaften sagen Das kann man so jetzt nicht sagen, zum Beispiel alle Menschen sollten auf Gluten verzichten.
00:39:44: Alle Menschen sollten auch Zucker oder niemals in ihrem Leben Zucker essen oder Zucker ist Gift für den Körper und solche Sachen.
00:39:52: also so extreme Aussagen wo ganze Lebensmittelgruppen für alle Menschen pauschal verteufelt werden oder damit auch Heißversprechen gemacht werden.
00:40:02: Sehen wir ja in der Krebstherapie extrem gesundheitsgefährlich, welche Versprechende teilweise gemacht werden ist kein Zucker mehr und dann kannst du dir die Chemotherapie sparen und solche Sachen.
00:40:15: Das ist wissenschaftlich nicht fundiert.
00:40:18: Und da kann man schon fast sagen Ja das hat fast schon so ein bisschen was Clean Eating-Bewegung, sag ich mal.
00:40:26: Da sehe ich dann schon auch so ein bisschen religiöse Aspekte wo es dann weniger darum geht.
00:40:32: Ich versuche eine empirische Evidenz zu finden oder ich bin so auf der Suche nach meiner Wahrheit was mir individuell gut tut.
00:40:39: Sondern dann geht es darum wenn du zu dieser Community dazugehören möchtest Dann musst Du immer auf die und die und Lebensmittel verzichten Oder du musst dich genauso inso ernähren.
00:40:51: Also das hat auch einen total wichtigen sozialen Aspekt.
00:40:55: Wir sehen es ja bei den religiösen Speisegeboten im Judentum oder auch im Islam, dass über Esskultur soziale Zugehörigkeit hergestellt wird.
00:41:06: Das finde ich auch total faszinierend also finde ich sehr
00:41:09: spannend.
00:41:10: Ja und da kann man jetzt richtig nochmal eintauchen aber ich glaube insgesamt sind wir wirklich auf dem Irrweg mit diesen Dingen weil es Menschen in der Regel nicht besser geht.
00:41:21: Es gibt vielleicht eine Sicherheit, eine Art von Sicherheit aber insgesamt ist jede restriktive Vorgehensweise eine die einen auch einschränkt und deswegen glaube ich nicht nur Vorteile hat und uns insgesamt nicht besser gehen lässt.
00:41:35: Und ich glaube noch etwas läuft verdammt schief und ich würde gerne deine Einschätzung haben.
00:41:41: wir reduzieren Essen ja auf Ernährung.
00:41:44: also wir reden über Zahlen wie Kalorien Wie Nährstoffmengen, also was weiß ich?
00:41:51: Hundertzwanzig Milligramm Calcium pro hundert Milliliter Milch oder was auch immer müssen da drinnen sein.
00:41:59: Das reguliert oder wir brauchen tausend Milligramms Calcium am Tag um gesund zu sein und auch das Gewicht wird ja in Zahl ausgedrückt und dann irgendwie eingeschätzt.
00:42:12: Also wir nehmen ständig Zahlen und vergessen eigentlich dass Gefühl.
00:42:20: Findest du nicht auch, dass das ein Irrweg ist?
00:42:23: Ja also das Spannende weil wir vorhin über Hippokates gesprochen haben und diese individuelle Ernährungsform ... Das Spannendste ist ja, dass die Ernährungswissenschaft... Also wir haben dann mit diesem naturwissenschaftlichen Blick versucht alles in Zahlen zu fassen und alles zu quantifizieren was nicht möglich ist.
00:42:40: viele Dinge
00:42:41: Können nicht in Zahlen kommuniziert werden.
00:42:43: Wie zum Beispiel der Geschmack, individuelle Vorlieben, Esskultur.
00:42:47: oder auch wenn ich so einen Magen grummeln verspüre?
00:42:50: Oder ich merke... Ich ess zwar abends ein Salat weil ich irgendwo gehört hab das ist gut.
00:42:56: also dass es gut sein soll aber Es macht mich nicht satt!
00:42:59: Ich werd irgendwie nicht sott davon und Das kann ich nicht im zahlen fassen.
00:43:03: Also auch wenn die Kalorienzahl vielleicht stimmt Aber trotzdem habe ich so'n Gefühl dass es mir irgendwie nicht gut tut Und das kann ich nicht quantifizieren.
00:43:13: Das ist das Problem, was die Naturwissenschaft mit sich bringt und jetzt auch durch die Digitalisierung noch verstärkt wird.
00:43:21: Wenn wir eine Smartwatch am Abend tragen, dann müssen wir uns immer vergegenwärtigen – das liefert mir einige Hinweise!
00:43:26: Aber eine Smart Watch ist nicht in der Lage meinen ganzen Gesundheitszustand wiederzuspiegeln sondern nur mini kleine Ausschnitte von den Zahlen, die wir eben in Zahlen fassen können Und das ist die Gefahr dabei.
00:43:42: Das Problem ist, wenn wir Ernährung auf diese Aspekte reduzieren, weil dann eben ganz wichtige Aspechte aus dem Vorgelassen werden.
00:43:51: Aber was ich eigentlich sagen wollte – das Spannende finde ich ja!
00:43:55: Wir kommen jetzt mit der Naturwissenschaft langsam an so einen Punkt wo wir merken, dass wir auch wissenschaftlich nachweisen können Dass eigentlich das, was Hypokrates gesagt hat schon auch seine Richtigkeit hat.
00:44:08: Also wenn wir uns zum Beispiel das Stichwort Personalisierte Ernährung anschauen da haben wir schon festgestellt Ernährungsempfehlungen wirken nicht bei allen Menschen gleich sondern die sind total individuell.
00:44:20: oder die ganze wissenschaftliche Forschung zum Thema Mikrobiom.
00:44:24: Wo auch wir da festgestellt haben, wow krass!
00:44:26: Wir haben hier eigentlich so einen zusätzlichen Organismus in unserem Darm der noch mal ein totales Eigenleben führt und z.B.
00:44:33: den Auswirkungen darauf hat ob wir jetzt wenn wir eine Tomate essen im Blutzuckeranstieg haben oder keinen Blutzuckernstieg haben.
00:44:40: Und das ist ja total relevant.
00:44:43: und dann merken wir plötzlich also können Naturwissenschaftlich fundiert Nachweisen, Ernährung ist total individuell.
00:44:50: Das finde ich spannend!
00:44:52: Ja und eben haben wir über Religion und Glaube gesprochen und gerade das Thema Longevity ist ja auch der Glaube.
00:44:58: wenn ich das heute mache habe ich das lange gute Leben dass es ja auch ganz viel Glaube weil der Beweis muss hier erst mal angetreten werden dass ich auch wirklich Achtzig, neunzighundert oder mehr Jahre alt sein werde um gesund zu sein.
00:45:13: Also da ist ja auch Glaube ganz viel mit von betroffen und der letzte Podcast oder die letzte Folge war mit dem Professor Dr.
00:45:23: Stefan Barth, der dir auch sehr vertraut und bekannt ist.
00:45:26: Und dann kam eigentlich das neue Denken darin dass der Glaube wissenschaftlich nachgewiesen werden kann dieses Thema Longevity über die Mitochondrien.
00:45:40: Also wir haben auch da ein Maß aus der Naturwissenschaft, um zu sagen ja die Mitochondrienspielen hier eine ganz große Rolle auf Zellebene.
00:45:48: Also etwas womit wir überhaupt gar nichts zu tun haben.
00:45:51: aber wir können feststellen dass all dieser gesunde Lebensstil und jetzt verlassen wäre das Thema Essen sondern denken übers Leben insgesamt nach tatsächlich eine Auswirkung auf die Mitokonrien hat.
00:46:02: und wenn es den gut geht haben wir das lange gute Leben also tatsächlich etwas für unsere Gesundheit getan und endlich ist dieses Gefühl von ja, wenn ich mein Lebensstil insgesamt nicht so extrem führe also keine Extreme sondern das Mittelmaß.
00:46:17: Etwas was ähnlich schwer ist wie ... Das Mittelmaas zu leben ist immer sehr schwer finde ich.
00:46:24: Nicht zu übertreiben oder nicht zu untertreiben dann haben wir etwas tatsächlich für unser langes gutes Leben getan die Naturwissenschaft heute nutzen.
00:46:39: Und jetzt geht es ja noch ein bisschen weiter, also wir haben Zahlen, die wir nutzen und jetzt wollen wir auch noch Makro- und Mikronährstoffe haben.
00:46:49: und dann sind wir bei Lebensmitteln, die auf einmal moralisch werden.
00:46:53: und das fand ich so spannend an deinem Buch nämlich dass man sagt Ja, Proteine sind wichtig und wir brauchen ungefähr diese oder jene Menge.
00:47:02: Oder andere Stoffe wie Zucker hast du eben gerade gesagt also kein Zucker weil dann sind wir gut ist der Beweis es erstmal zu bringen.
00:47:11: aber jetzt werden hier Lebensmittel moralisch und da sind wir bei deinem Buch ja die Moral des Essens und wir haben... Wie geht das jetzt?
00:47:24: Hey, verhilf mir!
00:47:25: Also wie geht... also ich denke jetzt so an Fleisch, Milch, Zucker.
00:47:30: Wie werden Lebensmittel moralisch gut oder schlecht?
00:47:34: Ja, also in dem wir in unserer Kultur bestimmte Lebensmittel verwenden und auch welche Eigenschaften ihnen zugeschrieben werden erhalten sie eine symbolische Bedeutung.
00:47:50: Sie wären symbolisch aufgeladen könnte man sagen.
00:47:55: Man kann auch von einem kulinarischen Coach sprechen, also eine kulinarische Sprache die unbewusst vermittelt wird in unserer Kultur überall vorhanden ist.
00:48:08: Extrem komplexes aber die sofort jeder versteht.
00:48:12: Beispiel ich sage weibliches Essen männliches Essen da könnte man jetzt sagen ach Eva das ist doch überholt.
00:48:21: heutzutage In so einer Welt leben wir doch nicht mit einem traditionellen Rollenverständnis.
00:48:27: Aber ich glaube, wenn wir jetzt hundert Leute befragen würden dann würden ziemlich ähnliche Bilder in den Köpfen auftauchen.
00:48:35: Ich kann das immer mal daran verdeutlichen dass, wenn ich früher in meiner Heimat im Gasthaus essen war also ich komme aus der Gegend von Franken und da gibt es zum Beispiel Schäufele und dann sind mir hingegangen und ich liebe das in so einem guten Gasthauseun Das ist ein Schweineschulterstück
00:48:52: zu essen.
00:48:53: Und dann bin ich da mit meinem Mann hingegangen und der hat vegetarisch gegessen.
00:48:57: Das einzige vegetarische Gericht auf der Karte bestellt, eine Apfelschorle... ...und ich hab Bier- und Schäufelle bestellt!
00:49:03: Dann kannst du dir glaube ich ausdecken was dann passiert ist?
00:49:06: Die Kellnerin hat natürlich die Gerichte vertauscht.
00:49:08: Mein Mann hat sie den Schweine praten und das Bier hingestellt und mir die Apfelschorle und das vegetarisches Gericht.
00:49:15: Und das ist das was sich mit kulinarischem Code meiner.
00:49:18: also Jedes Lebensmittel, jedes Gericht überträgt automatisch auch kulturelle Informationen.
00:49:27: Und da können wir uns überhaupt nicht dagegen wehren!
00:49:29: Ich weiß auch nicht ob dir das schon mal aufgefallen ist Heike.
00:49:32: Wir haben vorab über ernährungswissenschaftliche Kongresse gesprochen auf denen du in letzter Zeit warst und überall also Bei vielen wird auf dem Titelbild so ein grüner Apfel verwendet.
00:49:46: Warum eigentlich?
00:49:47: Also auch auf Ernährungsbroschüren ist immer wieder taucht dieser Apfel auch, weil er eben für frische Gesundheit, Kalorienarmes, snackiges Lebensmittel steht.
00:50:00: also die Vorstellung von Gesundheit verkörpert quasi.
00:50:04: Und wenn wir jetzt aber uns Fleisch zum Beispiel hernehmen, was ja auch ein sehr kontrovers diskutiertes Thema ist in unserer Gesellschaft heutzutage.
00:50:12: Dann können wir auch da sagen, Fleisch ist eigentlich eines mit am stärksten symbolisch aufgeladenen Lebensmitteln unserer Kultur.
00:50:20: Fleisch war also früher so dass sich nur die Wohlhabenden sich leisten konnten viel Fleisch zu essen.
00:50:28: deswegen ist Fleisch Ein Symbol für Wohlstand heute noch.
00:50:32: Es ändert sich ein bisschen in unserer Gesellschaft, weil heutzutage Fleisch in Deutschland sehr günstig ist – in Schwellenländern zum Beispiel, also Indien, was ja traditionell eher eine vegetarische Esskultur hat.
00:50:47: Da steigt der Fleischkonsum enorm an mit steigendem Wohlstände.
00:50:51: Weil für die Menschen das eben im Symbol ist.
00:50:54: ich kann es mir jetzt leisten, Fleisch zu essen.
00:50:57: Gleichzeitig gehört zum Fleisch natürlich das Tieretöten.
00:51:00: Das heißt, es ist auch ein Symbol für Gewalt und Macht, die Überlegenheit des Menschen gegenüber der Natur.
00:51:09: Ich kann Tiere halten, zämen, mir zu eigen machen, mir aneignen – weil der Wohlstand unserer Kultur und in der patriarchalen Gesellschaft traditionell den Männern gehört, ist es auch ein sehr starkes Symbol für Männlichkeit.
00:51:28: Also wir können sagen Fleisch steht für Macht, Gewalt und Männigkeit Und das ist auch heute noch.
00:51:35: so Spannend finde ich zum Beispiel, wenn man sich vegetarische Bewegungen anschaut.
00:51:44: Also das gab es sowohl im alten Griechenland bei den Pythagoreanen Das waren die ersten Vegetarier aber auch um Ende des neunzehnten Jahrhunderts.
00:51:53: Da hat sich die Lebensreformbewegung etabliert.
00:51:56: Es waren so die ersten Ökos und dann Die achtziger Jahre an die Atomkraftbewegungen, die auch vegetarisch sich ernährt hat.
00:52:03: Und da ist die vegetarischen Ernährung dann eben Ein Zeichen davon, sich von diesen Machtstrukturen zu lösen.
00:52:11: Die Pythagoria zum Beispiel sind dann in die Wüste gegangen und haben dort Ascheese betrieben um zum Seelenheil zu gelangen Erleuchtung zu finden.
00:52:20: oder auch in den Klöstern gab es dann fasten Tage weil man da den Verzicht auf Fleisch damit assoziiert hat dass man eben seine körperlichen Gelüste kontrollieren kann das man sich unter Kontrolle hat Dass man somit nicht Sklave seines Körpers ist, sondern zu einem Seelenheil gelangt.
00:52:39: Also ich muss immer dazusagen... Ich rede jetzt... Das ist nicht meine persönliche oder wissenschaftliche Meinung, also dass es festgeschrieben ist, das sind kulturelle Symbole in denen ich spreche die aber glaube ich viele Menschen auch verstehen oder wissen was ich damit meine.
00:52:55: wenn ich sage Fleisch ist so ein kulinarisches Symbol was ganz zentral ist absolut
00:53:02: und Wo ich mich gerade wieder finde, ist stimmt.
00:53:06: Und wo hat man das eigentlich noch alles?
00:53:12: Ich bin ja auch viel in der Dentalmedizin, also Zahnmedizin.
00:53:17: Und wenn jetzt jemand da irgendwie ein Quetschi seinem Kind gibt, dann denke ich nicht nur an den ganzen Müll, sondern mittlerweile auch an die Bakterien und die armen Kinder.
00:53:26: Hoffentlich machen sie schon Zahnpflege bei denen.
00:53:29: Weißt du?
00:53:29: Also das sind hier alles Dinge ... Oh Gott!
00:53:32: Wissen das die Eltern beziehungsweise?
00:53:34: Haben die kein Einsicht, dass wir eine Verantwortung tragen?
00:53:38: Das sind hier alle Dinge... die in unseren Köpfen abgehen, wenn wir eine Symbolik einem Lebensmittel und da gibt es wahrscheinlich zig.
00:53:46: Vielleicht sogar jedes Lebensmittel?
00:53:48: Was irgendeine Symbolin hat oder gibt es so die Schweizer unter den Lebensmitteln, die so neutral sind und dir total objektiv betrachtet werden können?
00:53:58: Na ja also man kann's vielleicht andersrum sagen dass es durchaus Lebensmittel gibt, die eine sehr hohe... kulturelle Symbolik mit sich tragen.
00:54:06: Dazu gehört zum Beispiel eben auch der Zucker, Stichwort Quetschi steht ja auch so für diesen hohen Fruchtzucker geheilt, der dann auf die Zähne trifft und so weiter unter Schäden verursacht.
00:54:16: Zucker hat auch eine total spannende Kulturgeschichte, auf die ich jetzt gar nicht so im Detail eingehen kann.
00:54:22: Aber ich kann letzten Endes sagen, Zucker steht eben für Wohlstand.
00:54:26: Also Zucker ist mit dem Kapitalismus in unsere Gesellschaft gekommen und es ist ein sehr kapitalistisches Lebensmittel.
00:54:32: Es ist ein Lebensmittel, was traditionell durch Ausbeutung von Sklaven angebaut wurde.
00:54:38: Es hat auch sowas mit westlicher Überlegenheit zu tun Und es ist einfach so die süße Versuchung in Reihenform.
00:54:50: Und damit steht Zucker auch ein bisschen für... Du hast dich eben nicht unter Kontrolle und du gibst dich zu deinen Gelüsten hin, also es ist auch ein Lebensmittel was im Vergleich zum Fleisch eher den Frauen zugeordnet wurde traditionell Also zum Beispiel an den französischen Adelshöfen, als dann diese Patisserie sich entwickelt hat oder auch der Kakao dann einzugehalten hat.
00:55:16: Das wurde von den Damen zelebriert also sowohl von den Metressen aber auch von dem weiblichen Adelicken.
00:55:23: die haben dann Kakaomitzucker getrunken, Kaffee mit Zucker und das ist so ein ganz typisches ja die süße Versuchung.
00:55:31: Es hatte auch so ein bisschen was was Verhucht, Erotisches teilweise sogar und steht damit auch heute noch so ein bisschen für ein Lebensmittel.
00:55:40: Was ja einerseits das Leben genießen, andererseits aber auch so ein bißchen sündhaft sich nicht unter Kontrolle zu haben.
00:55:50: Das ist immer mit Verführung auch oder?
00:55:52: Ja genau!
00:55:52: Also das ist ja auch so'n bisschen sexuell aufgeladen von Lebensmitteln sich verführen lassen... Ach, es gibt so viele Bedeutungen die Lebensmitteln zugeordnet werden.
00:56:04: und jetzt ist ja die Frage.
00:56:06: Wenn wir das Essen nur auf Wissen und Zahlen reduzieren dann sehen wir nur einen ganz kleinen Spektrum von dem was Menschen tatsächlich bewegt irgendwas zu essen.
00:56:17: Und wissen ist jetzt glaube ich verstehen die allermeisten mittlerweile wenn man dir zuhört und woher das kommt und wie wir auf Lebensmittel blicken dass die Zahl an sich überhaupt nicht dazu führt warum wenn wir Dinge essen, die wir essen?
00:56:32: Nein, überhaupt
00:56:33: nicht gar nicht.
00:56:34: Also Sie können eigentlich wirklich sagen unser Essverhalten ist durch zu achtzig bis neunzig Prozent von sozialen kulturellen und psychologischen Aspekten bestimmt.
00:56:45: Von unserer Alltagsroutine, die ja wir haben unserem sozialem Umfeld Und das ist ja manchmal auch so der Fehlschluss den wir haben also dass wir denken und auch wir damit meine ich jetzt auch uns Ernährungswissenschaftlerinnen dass wir denken, wir wären rational gesteuerte Wesen.
00:57:04: Also ich brauche nur das Wissen zu haben die Information und dann treffe ich die vernünftigste Entscheidung also das was für mich am besten ist.
00:57:13: aber das ist einfach nicht so und bei mir ist es auch nicht so.
00:57:19: Wo kämen wir denn da auch hin?
00:57:20: Also wenn wir uns zum Beispiel nicht auf unsere Routinen verlassen könnten, dann müssten wir jedes Mal, wenn wir einkaufen gehen eine rationale Abwägung treffen zwischen diesen dreißigtausend verschiedenen Produkten und die ganzen Nährwerttabellen checken.
00:57:34: Und man muss auch ganz ehrlich sagen Auch da selbst wenn wir versuchen rational zu handeln also Vernunftbasis Dann gibt es ja auch nicht immer die eine richtige Lösung gibt es ja Zielkonflikte einfach, was ist mir jetzt wichtiger oder auf welchen?
00:57:52: Worauf möchte ich verzichten?
00:57:54: Was möchte ich in mein Leben reinbringen oder welche Werte sind mir wichtig.
00:57:58: Das spielt immer eine extrem große Rolle.
00:58:00: Ja absolut und das um ein Beispiel um das richtig deutlich zu machen.
00:58:06: Also du redest schon über uns Ökotrophologinnen, ich war also Essen und es war ein sonniger Abend und da waren die Eisdiele gegenüber und ich hab dann gesagt wir müssen dann tatsächlich noch mal dahin gehen, um dieses Eis zu probieren.
00:58:20: Okay, gesagt getan haben wir gemacht, schlecken das Eis, wir gehen nach Hause, treffen Freunde auf der Straße, Bekannte auf der Strasse, die sagen Heike!
00:58:31: Du isst ein Eis?
00:58:33: In deinem
00:58:33: Beruf,
00:58:34: dann können wir ja auch.
00:58:37: Und das ist ganz interessant gewesen was man da alles rausholen kann.
00:58:41: weil also erstens Ja Wir essen auch einfach nur auch wenn wir ganz viel wissen haben wir sind Auch neugierig wir Essen auch Eis wir essen auf der Straße nebenbei und Was wir denn auch für ein Bild auf andere Haben als Wenn wir gar kein eisessen würden oder vielleicht auch Kein Alkohol trinken würde Oder Fleisch essen oder was auch immer moralisch wird.
00:59:01: Ich möchte noch mal mit dir auf das Thema Longevity kommen, weil dieses vermeiden bestimmter Lebensmittel beziehungsweise der Mehrwert andere Lebensmittel im Moment in den sozialen Medien sind ja die Ballerstoffe wieder ganz hoch im Kurs.
00:59:14: Dann merkt man immer wie Altmann geworden ist, weil jetzt Wiederholensicht-Dinge schon also Ballerstiffe sind hoch im kurs.
00:59:21: Skir ist gerade zum Teil ausverkauft in Supermärkten.
00:59:25: Also manche Lebensmittel entwickeln eine Renaissance Die kommen jetzt wieder, sind wieder angesagt mit neuen Dingen.
00:59:34: Mit dem Traum verbunden auch das lange gute Leben zu haben, longevity.
00:59:39: Was machen die sozialen Medien?
00:59:43: Und jetzt sind wir in der Zukunft angekommen oder eine Gegenwart sag ich mal und auch vielleicht in die Zukunft denken.
00:59:48: was machen die socialen medien eigentlich richtig?
00:59:52: dass sie Lebensmittelbestandteile wie Ballerstoffe wieder so in den Vordergrund kriegen, dass Leute mich in der Ernährungsberatung fragen welche Lebensmittel sind eigentlich sehr ballerstoffreich?
01:00:05: Denn ich habe gehört die sind sehr wertvoll für mich.
01:00:09: Wo ich denke,
01:00:10: das
01:00:10: haben wir doch schon
01:00:11: immer gesagt!
01:00:12: Aber jetzt aus den sozialen Medien kommt dieser Hype... Also da passiert was in den sozialem Medien?
01:00:19: Was die Influencer sehr richtig machen und ich finde es auch faszinierend.
01:00:24: toll, was da passiert nicht alles.
01:00:26: aber ich finde erstmal die Frage an dich.
01:00:29: Was können Influenza oder Foodfluenza mehr als wir Fachexperten nennen?
01:00:36: Ja, also ich muss erst mal ein großes Lob an dich aussprechen wie du diese Frage formuliert hast.
01:00:41: Ich bin da so dankbar drüber weil wir sprechen meistens über die negativen Auswirkungen von sozialen Medien und ich finde gerade wir Ernährungsexpertinnen... Wir müssen uns echt mal die Frage stellen was können wir eigentlich aus sozialen Medien lernen?
01:00:56: Weil nicht ohne Grund Suchen die Menschen ja maßgeblich dort nach Änderungs- und Gesundheitsinformation.
01:01:01: Das ist so eine der zwei drittwichtigsten Informationsquelle, Nachfreundenfamilie und Bekannten wenn es um diese Informationen geht.
01:01:10: Und das spricht die Leute an Es holt sie ab.
01:01:13: Die finden das toll und da müssen wir uns echt mal die Frage stellen.
01:01:16: Also genau diese Fragen stellen.
01:01:18: also ganz toll Was ich spannend finde.
01:01:21: in den Rahmen von einem Forschungsprojekt, über das wir eine vielleicht andere Ende noch mal sprechen können.
01:01:26: Habe ich ganz viele qualitative Interviews mit Content creators geführt die erfolgreiche Ernährungs- und Gesundheitsaccount betreiben also diese Kommunikation sehr gut können.
01:01:38: Und einer dieser Influencerinnen hat zu mir gesagt Eva meine
01:01:43: Followerinnen
01:01:44: sind voll mit Wissen Informieren sich, die sind interessiert.
01:01:49: Die wollen es richtig machen!
01:01:50: Die sind motiviert und wissen extrem viel über Ernährung aber sie wissen nicht wie Sie diese Informationen in Ihren Alltag reinkriegen.
01:02:01: Und dann komme ich Das hat sie so schön gesagt.
01:02:04: Also er hat gesagt das was meine Followerinnen brauchen ist nicht noch mehr Wissen und noch mehr Information Sondern dass was sie brauchen ist der Transfer in den Alltag.
01:02:14: Ich als Role Model stehe da und sag ihnen, so sieht mein Frühstück aus.
01:02:19: Und so mache ich Meal Prep wenn ich im Büro arbeite.
01:02:23: So bereite ich eine Obergine zu zum Beispiel.
01:02:27: Das ist das was die Leute sich wünschen also den Transfer in den Alltag und die Orientierung.
01:02:34: Informationen brauchen wir wirklich nicht noch mehr.
01:02:37: Ich denke es ist auch eine ganz wichtige Funktion die wir als Experten dann einnehmen müssen für die Zukunft nicht noch mehr Wissensvermittlung, sondern Orientierung zu schaffen.
01:02:47: Wir sind die Anlaufstelle wo ihr unsere Fragen, wo ja eure Fragen los werden könnt und wo ihr die Informationen, die ihr habt einordnen könnt.
01:02:57: Und wie die Influencerinnen das machen ist einfach durch extrem alltagsnahe sehr einfache Kommunikation.
01:03:05: Du hast gerade das Thema Belaststoffe angesprochen.
01:03:08: Das kann man mal ganz gut als Beispiel hernehmen Wenn wir zum Beispiel auf der Seite der Fachgesellschaften auf der Internetseite gucken, da finden wir wahnsinnig tolle fundierte wissenschaftliche Informationen.
01:03:19: Warum Ballaststoffe gut sind?
01:03:21: Welche Studien und worauf das basiert und welche Funktionen
01:03:24: usw.,
01:03:25: aber es ist halt ein ellenlanger Text.
01:03:28: Wenn wir jetzt in sozialen Medien gucken dann wird er erstens mal nicht von Ballaststoffen gesprochen was ja als Wort schonmal sehr unattraktiv ist.
01:03:38: Es klingt so nach uuuh, ballastig!
01:03:42: Sondern
01:03:44: da sprechen die Leute von Fiber-Maxing.
01:03:47: Klingt total sexy finde ich.
01:03:49: Ja Maxing ist sowieso gerade Maxing also Maxing.
01:03:53: Das Wort hörst
01:03:53: du jetzt viel.
01:03:55: und in dem Wort wenn du mal Ballaststoff, das ist ein Stoff der mir Ballast beschert und Fiber Maxing.
01:04:03: Da steht ja schon die Verhaltensänderung steckt ja schon im Wort drin.
01:04:06: also ich nehme den Fiber und versuche den zu maximieren.
01:04:09: Also ich versuche mein Belaststoffgehalt zu erhöhen in der Ernährung.
01:04:13: Und dann ist die Kommunikation.
01:04:15: Ganz ganz wenig Text, sehr viele Bilder.
01:04:18: Sehr viel Bildsprache, sehr viel Rollmodel.
01:04:22: so mache ich das.
01:04:23: Also ganz nahbare Alltags-Nahlfunktionen.
01:04:26: und wenn nicht Informationsvermittlung betreibe dann ist es immer runtergebrochen auf ganz wenige Stichpunkte.
01:04:32: die warum sind Ballaststoffe wichtig?
01:04:34: Die drei wichtigsten Stichpunkte!
01:04:36: Und der Transfer.
01:04:38: was hat das jetzt mit mir zu tun?
01:04:39: also aus den drei Gründen sind Ballastofe wichtig?
01:04:43: Für deine Gesundheit bedeutet das erstens, zweitens, drittens.
01:04:47: Also der Transfer ins Leben die alltagsnahen Informationen.
01:04:51: und in meiner Forschung zum Thema Ernährungen sozialen Medien gucke ich mir zB auch regelmäßig Hashtags an welche erfolgreich sind welchen nicht und so weiter.
01:05:00: ein Hashtag der immer geht ist Rezepte schnelle Rezepten fünfzehn Minuten Rezepta und und und die Leute wollen immer Rezepter haben.
01:05:07: Ich glaube das kennst du aus dein Berufsalltag auch Und nichts geht so gut
01:05:12: wie Rezepte.
01:05:13: Genau!
01:05:13: Ich kann das total verstehen, ich will auch wenn ich ein Fernseher mit kaufe nicht wissen wie der Fernseer funktioniert sondern mach dir das was ich brauche Ja.
01:05:24: Und wo macht ihr ihn an und aus?
01:05:26: Genau, genau!
01:05:29: Und nichts anderes ist ja ein Rezept letzten Endes.
01:05:31: Es ist eine Handlungsanleitung.
01:05:33: Es zeigt dir Schritt für Schritt wie du das mit der Ernährung umsetzen kannst.
01:05:37: Deswegen lieben Leute Rezepte so gerne weil sie einfach unseren Alltag für... Handlung für unseren Alltag bereitstellen.
01:05:46: Also ich kann das tut... Und Sie machen es halt auch in den sozialen Medien.
01:05:54: Vielleicht darf ich dich das auch fragen.
01:05:56: Die Videos, die manchmal am besten ankommen sind ... nicht die professionell hoch aufgelösten Glanzmagazine, sondern die, wo du das Gefühl hast, äh, die kenn ich?
01:06:10: Das ist mein ... Also, die ist ja wie meine Freundin oder die isch schon meine Freundinnen oder meinen Freund, weil ich dem so lange folge und der mir vertraut vorkommt.
01:06:20: Genau!
01:06:21: Ist da was?
01:06:22: Das ist auch ein ganz wichtiger Faktor, weswegen zum Beispiel sich Fachorganisationen oder Behörden oft schwer tun eine große Reichweite in sozialen Medien zu bekommen.
01:06:33: Wir hatten das mal eine Zeit lang während Corona der hat das RKI, der Twitter-Account von RKIs explodiert weil plötzlich alle Leute diese Fachinfos vom RKI haben wollten als von Robert Koch Institut.
01:06:46: Aber eigentlich, wenn wir jetzt nicht so eine Ausnahmesituation haben, dann mögen die Leute nicht diese unpersönliche Information.
01:06:53: Und ich habe neulich erst mit der Behörde gesprochen und da hatten die gesagt sie haben in Rahmen von einem Projekt versuchten Instagram-Account aufzusetzen.
01:07:02: Sie haben das jetzt wieder eingestellt weil zu zeitintensiv, zu personalintensit.
01:07:06: aber sie haben da Geld reingesteckt professionell gut zu machen, vielleicht auch eine Marketingagentur beauftragt.
01:07:13: Ich weiß es nicht und hatten nach anderthalb Jahren nur zweitausend Follower.
01:07:18: Und dann kenne ich aber einen anderen Ökotophologen der super erfolgreiche Social Media Kommunikation macht.
01:07:25: Der hat im letzten halben Jahr dreißig vierzigtausend Follower dazu geworden.
01:07:31: Und das ist eben genau das Problem.
01:07:33: Wenn ich als Behörde in sozialen Medien auftrete, dann ist die Kommunikation oft viel zu unpersönlich.
01:07:39: Ich muss mich trauen als Eva Maria Endres Als Person dort in Erscheinung zu treten.
01:07:45: Ich muss mit meinem Gesicht Mit meiner Person und meinen Fehlern Unzulänglichkeiten mit meinem Leben auch so ein bisschen mit meinem Alltag Dort aufzutauchen.
01:07:56: Das ist das was die Menschen abholt und was sie anspricht Und dadurch entsteht eben dann diese parasoziale Beziehung, das bedeutet es ist eine Beziehungen die einseitig eigentlich ist.
01:08:10: Also früher gab's das auch.
01:08:11: ich hatte so eine Musikband, der hab' ich immer gehört und ich habe das Gefühl ich kenne diesen Sänger!
01:08:16: Ich folge dem schon so lange, ich hab' Posten von ihm über meinem Bett hängen... ...und ja, ich kende diese Person und ähnliches jetzt mit den Influencerinnen dass wir eine ganz, ganz enge Beziehung zu denen aufbauen.
01:08:31: Also die sind fast wie Freunde für uns oder wie Familienmitglieder und ja so sprechen sie halt auch mit uns.
01:08:38: also es finde ich auch spannend weil die Influencer dich interviewt habe.
01:08:42: viele von denen haben gesagt Wenn es um das Thema Zielgruppen ging, dann haben die gesagt ... Ich stelle mir da nicht eine Zielgruppe vor.
01:08:50: Sondern ich hab mir teilweise ne richtige Persona gemacht.
01:08:53: Das ist Renate, die ist forty-fünf Jahre alt.
01:08:56: Die hat zwei Kinder und sie hat den in den Beruf.
01:08:58: Und wenn ich so ein Real einspreche, spreche ich nicht zu meinen Followern, sondern erkläre das Renate.
01:09:05: So kommt die Kommunikation auch auf einer persönlichen Ebene an?
01:09:09: Ja!
01:09:10: Das ist lustig was du grade sagst.
01:09:12: Ich bin hier Buchautorin und die ... ich hab mir tatsächlich Bilder von Personen, die ich ansprechen möchte.
01:09:19: Also auch aus dem Netz einfach irgendwelche Personage zog?
01:09:22: Ja!
01:09:22: Und habt ihr beim Schreiben vor mir liegen gehabt dass ich dachte wenn ich das der jetzt erkläre ja wie würd' ich's formulieren?
01:09:29: Genau!
01:09:30: Das ist genau was, was...ich finde da schreiben denn so schön macht weil es ansonsten ist schreiben wir auch allein und vorm Rechner sitzen.
01:09:39: aber dann war es auf einmal ganz was persönliches und das war ganz schön Das war ganz toll.
01:09:46: Ich bin wirklich fasziniert von Influencern und Foodfluencern, gleichzeitig muss ich sagen es gibt ja solcher und solche wie immer.
01:09:53: Und warum wenn wir jetzt uns mal vorstellen, wir wollen die Influenz an Folgen ein Tipp mitgeben oder so ist das eine oder andere an Infos kritisch zu betrachten?
01:10:11: Die Frage Wie kann man eigentlich Menschen befähigen, also Kompetenzen aufbauen?
01:10:18: Dass Personen, die in den sozialen Medien halt rumsurfen und scrollen.
01:10:24: Dass eine von dem anderen unterscheiden kann.
01:10:27: Also welche Information ist eigentlich ne richtige und ne glaubwürdige?
01:10:34: Und welcher ist auch einer wo man sagt, ähm ... Die is jetzt wirklich Humbug!
01:10:41: Oder gar gefährlich, so was wie ... Wenn du Zucker ist, kommt die Krebserkrankung.
01:10:48: Oder wenn du Zucker isst, ist die Faltentiefe in deinem Gesicht so und so viel Zentimeter tiefer oder was auch immer ja?
01:10:55: Wie kann man das eine von dem anderen unterscheiden lernen?
01:11:00: Also ... Das Ultimative gibt es natürlich nicht.
01:11:05: Sondern selbst ich als Ernährungswissenschaftlerin scrollen durch Instagram und da passiert es selbst mir, obwohl ich ja das studiert habe.
01:11:13: Und über Jahre praktiziere, dass ich mal ein Post habe wo ich sage hm klingt spannend.
01:11:18: ist es denn möglich so?
01:11:19: oder sollte ich jetzt auch irgendwie Collagen nehmen?
01:11:22: Oder hm irgendwie klingt schon glaubwürdig.
01:11:24: dann muss aber selbst ich immer noch mal Studien recherchieren nochmal nachgucken und nochmal nachlesen.
01:11:29: also so hundertprozentig gefeit.
01:11:32: davor ist mein letzten Endes natürlich nie.
01:11:35: Aber Bevor ich jetzt so ganz konkrete Tipps nenne, will ich einmal noch mal kurz sagen.
01:11:41: Es wird da oft von dem Algorithmus als eine unbekannte große Macht gesprochen.
01:11:47: Der Algorithmos ist der letzten Endes aber auch nur durch unser Nutzerverhalten gesteuert.
01:11:51: Das heißt er versucht uns die ein Inhalte zu zeigen, die uns gefallen und das heißt wir als Nutzerin und Nutzer haben da auch eine große Verantwortung beziehungsweise können Unseren Algorithmus auch trainieren, uns die Dinge zu zeigen, die wir gerne sehen möchten.
01:12:06: Das funktioniert nicht immer hundert Prozent, da spült es trotzdem immer mal komische und falsche Informationen rein
01:12:12: usw.,
01:12:13: aber wir können das schon ein Stück weit in die Hand nehmen.
01:12:16: Und ich sage dir... also ich sag dann immer man sollte regelmäßig wie so eine digitale Hygiene betreiben Und da sehe ich das ähnlich wie Hypokratis, schau einfach mal was dir gut tut.
01:12:32: Also guck einfach mal wenn du ein Post von dieser Influencerin liest ob es dir danach besser geht oder schlechter?
01:12:40: Ob du danach ein schlechtes Körpergefühl hast dich im Spiegel mit einem kritischeren Auge betrachtest.
01:12:46: Ob du das Gefühl hast du musst jetzt schnell auf irgendwas verzichten oder irgendwelche Produkte kaufen damit du glücklich bist Ob es bei dir wirklich ein Gefühl von Motivation, Lebensfreude.
01:12:58: Von ach das hat mir jetzt gut getan und jetzt fühle ich mich wirklich ausgeruhter besser entspannter als vorher.
01:13:06: Und diese posten Sie einem nicht gut tun die aktiv lockieren die Accounts oder löschen oder auch anklicken Ich möchte sie nicht mehr gezeigt bekommen und die poste einen guten liken teilen speichern im Kommentat runter hinterlassen.
01:13:21: So trainiert man den Algorithmus, einem eher positive Sachen anzuzeigen.
01:13:26: Und so profitiert man dann auch von sozialen Medien.
01:13:29: Man kann aus sozialem Medien sehr viel lernen und sich Wissen aneignen.
01:13:33: Auch eine Motivation finden
01:13:34: z.B.,
01:13:35: eine neue Gesundheitsroutine aufzubauen oder Teil unserer Community zu sein.
01:13:40: Aber da erst mal eine digitale Hygiene nach dem eigenen Bauchgefühl betreiben.
01:13:45: Das wäre das Erste ... Hinweise von Außen oder Kriterien, die einem da vielleicht noch helfen können ist.
01:13:53: Erstens wie es der Umgang mit Werbung also wird Werbung immer gut gekennzeichnet werden.
01:13:59: Produkte, die vielleicht auch eine medizinische Wirkung haben.
01:14:02: Wie ein laufendes Ergänzungsmittel wird darauf hingewiesen dass sich nochmal Rücksprache mit meiner Ärztin halten sollte und solche Dinge.
01:14:08: Also wie wird damit umgegangen?
01:14:10: Der zweite Punkt ist gibt es irgendeine Form von fachlicher Qualifikation?
01:14:15: das ist natürlich nicht Der Nonplus-Ultrapunkt, also auch Menschen mit einem Doktortitel erzählen manchmal Quatsch.
01:14:23: Aber es ist zumindest mal ein Hinweis auf den ich achten könnte.
01:14:26: und der dritte Punkt ist werden Heilsversprechen gemacht.
01:14:31: Also
01:14:32: bestimmte
01:14:32: Lebensmittel komplett verteufelt oder wird mir erzählt ja... Und wenn ich jetzt auf Frabsöl verzichte, dann bekomme ich nie wieder Krebs in meinem Leben.
01:14:41: Oder Acne kann ich damit heilen indem mich auf Milchprodukte verzichte oder solche Sachen.
01:14:47: Also so extreme Aussagen wo man auch als Laie sich irgendwie denkt naja also das ist ein bisschen übertrieben.
01:14:54: Genau und dann ganz wichtig solche Videos weil das ist ja so ein bisschen die Dynamik ne?
01:15:01: Also die Plattformen verdienen ja Geld, indem sie Aufmerksamkeit erzeugen.
01:15:07: Also so eine Aufmerksamkeitsökonomie.
01:15:09: Das heißt für die Plattform ist vollkommen irrelevant ob das richtig oder falsch ist.
01:15:12: Hauptsache es erzeugt Aufmerksamkeit was dann halt ein bisschen dazu führt dass viele Menschen dieses Ragebait nutzen also Wut erzeugten wollen oder Clickbait also Sachen wo man sagt das klingt ja so fantastisch da muss ich mal drauf klicken dass man solche Sachen dann aber auch nicht macht.
01:15:30: Also, wenn ich da ein Video mir in meinem Feed angezeigt bekomme mit ... Tausend!
01:15:35: Das sind die drei Gründe, warum Rapsöl deine Gesundheit zerstört?
01:15:40: Und wo ich am Anfang schon merke, oh Gott das ist wieder so'n Video, dass ich das dann aber noch nicht anschaue.
01:15:45: Weil der Algorithmus kann nicht unterscheiden ob ich mir das jetzt aus echten Interesse oder aus Ragebait-Clickbait was auch immer gründen mir angeguckt hab.
01:15:57: Das ist ganz spannend.
01:15:58: Ich finde, du hast es sogar mit Hypokratis argumentiert aber das ist wieder die Eigenverantwortung.
01:16:04: Aber dass wir eben auch nicht ohnmächtig sind was uns in den Kanal gespült wird und dass wir den Algorithmus auch mit bestimmen können weil manchmal fühlt man sich ja so ohnmächtig.
01:16:15: also auf der einen Seite ist ein Medium natürlich ein wahnsinniges hat so ein Pullfaktor, also man will da irgendwie mitmachen.
01:16:22: Man will wissen was los ist und so weiter.
01:16:25: Gleichzeitig merkt man eigentlich geht's mir Tiere auf den Senkel, was ich hier sehe ja?
01:16:31: Und man isst dann schon in so einer Bappel drin, was auch immer die bappelt ist und das ist sehr interessant.
01:16:37: Das merkt wenn man viel sich um.
01:16:40: Ich sag jetzt mal Rucksäcke oder Tanzvideos.
01:16:42: Auf einmal kriegt man ständig Werbung von Rucksacken im Kanal gespielt, wo man sagt nee hab ich schon, dann gibt man zum nächsten Thema und das nächste Thema was dahin kommt.
01:16:54: Das ist sehr schön weil ich finde gerade das Gefühl... tut es mir gut oder tut das mir nicht gut, was ich sehe ist ja auch das, was sich beim Essen machen sollte um so ein intuitives Essen hinzukriegen und nicht richtig oder falsch bei der Bewertung meiner Lebensmittel.
01:17:11: Sondern mag ich das?
01:17:13: Oder mag ich dass nicht?
01:17:14: Und mag ich in der Menge oder mag ich da nicht in der Menge?
01:17:17: also dieses Bauchgefühl oder eigene Gefühl ist glaube ich ganz gut.
01:17:22: Eva Ich würde so gerne noch ganz viel und ganz lang.
01:17:26: Und ich komme auf dich zurück, weil es gibt glaube ich noch ganz viele was wir von dir lernen können.
01:17:32: aber für heute würde ich einfach mal ein kleines Fazit ziehen wollen.
01:17:36: bevor wir mit dir nochmal besprechen wirst du auch gerne aus der Welt geräumt haben möchtest.
01:17:41: Aber ein Fazit ist eigentlich für mich heute Wir wissen schon ganz lange ganz viel von Hippocrates aus dem alten griechen Land, von Galan der das weitergeführt hat.
01:17:55: Haben es ganz schön verschüttet.
01:17:57: ja weil wir uns so in sachlichen und rationalen Werten wie Zahlen wiederfinden wollten, weil die Wissenschaft so nach vorne gepresht ist und nicht mit der einzelne... Und dass ja auch die Wissenschaft ist für alle und der Einzelne ist was ganz anderes als die Wissenschaft.
01:18:13: also Für den Einzelnen ist die Wissenschaft nie interessant, weil der Wetter gar nicht abgebildet.
01:18:19: Sondern Wissenschaft ist ja immer für große Gruppen gemacht und macht da eine Aussage.
01:18:24: Aber wir haben uns denn in der Ernährungswissenschaft oder auch in anderen Wissenschaften damit beschäftigt das alles zu quantifizieren in Zahlen zu gießen Gewicht Kalorien, Nährstoffmengen
01:18:36: usw.,
01:18:37: wenn wir übers Essen reden wollen.
01:18:38: In der Medizin ist es hier ganz ähnlich und merken eigentlich zunehmt dass es Menschen damit gar nicht besser geht, sondern wir jetzt die Brücke bauen.
01:18:48: Du bist ja eine, die da ganz vorne mit dabei ist zu sagen wie schaffen wir es eigentlich Wissenschaft einerseits und die wissenschaftlichen Erkenntnisse wieder an den Menschen zu bringen der mit seinem Bauchgefühl und auch der Eigenverantwortung für sein eigenes Bauch Gefühl handeln kann?
01:19:07: Und diese Fähigkeit haben in den sozialen Medien, wo wir sagen können.
01:19:14: Wir müssen für uns auch dort sorgen weil wir eben so beeinflusst werden davon.
01:19:20: und soziale Medien sind nicht nur Instagram und LinkedIn das sind auch ich würde sagen das Web insgesamt das Internet wo wir uns Informationen rausziehen und jetzt mit dem KI gesteuerten schnell Information die wir haben wenn wir nur irgendeinen Suchwort in die Suchleiste eingeben.
01:19:38: dass wird doch nochmal Nicht nur das oben in der KI nutzen, sondern tatsächlich ein bisschen weiter scrollen wenn wir Informationen suchen.
01:19:48: Das ist so mein Fazit in ganz wenigen Sätzen mit dir nochmal auch noch mal das Thema aufzugreifen.
01:19:59: Wenn du Fake News aus der Welt schaffen wolltest rund um das gute Essen oder das ja das gute essen Was würdest du gerne als Fake-News aus der Welt schaffen?
01:20:15: Also wenn ich jetzt auf die Forschung gucke, dann stecken wir bei dem Thema Ernährung in sozialen Medien noch so ein bisschen in den Kinderschuhen.
01:20:25: Die Studien haben sehr stark zugenommen aber in vielen Bereichen stehen wir erst am Anfang der Erforschung.
01:20:32: Aber es gibt zu einem Themenbereich wo man wirklich sagen kann da haben wir eine sehr gute Evidenz Und das ist der Zusammenhang zwischen Social-Media-Nutzung und einem negativen Körperbild, dem Risiko einer Essstörung zu entwickeln oder ein restriktives Essverhalten zu entwickeln.
01:20:51: Wenn ich mir das wünschen könnte, wird es so viel verändern.
01:20:56: für viele junge Frauen insbesondere also die Prävalenz von Essstörungen... hat in den letzten Jahren enorm zugenommen bei jungen Mädchen insbesondere, bei Jungs auch ein bisschen aber nicht so stark wie bei den Mädchen.
01:21:10: Über also fast sechzig Prozent der fünfzehn bis siebzenjährigen Mädchen finden sich zu dick.
01:21:15: das finde ich Wahnsinn und die Zahlen steigen kontinuierlich.
01:21:21: und da sprechen wir überhaupt nicht über irgendwelche Nährstoffe oder was auch immer sondern Wenn es mir selbst nicht gut geht und wenn ich selbst ein negatives Körperbild habe, das gilt auch insbesondere für Menschen die hochgewichtig sind.
01:21:35: Vielleicht zu viel vermeidlich also nicht dem Norm-Gewicht entsprechend, nicht dem Normal-Schönheitsideal.
01:21:41: Dann macht man sich extremen Druck dann ist man auch bereit, Essverhalten zu praktizieren was einem überhaupt nicht gut tut Und vor allen Dingen geht es total zu Lasten meiner psychischen Gesundheit, meinem sozialen Wohlgefänden und und und.
01:21:57: Da sehe ich wirklich eine schlimme Entwicklung, die ich in meiner Jugend schon erlebt habe, die aber jetzt noch mal eine ganz andere Dynamik bekommen hat mit den sozialen Medien.
01:22:11: An alle jungen Frauen oder auch ältere Frauen ... Also ich kenne fast keine Frau, die keinen Struggle oder keine Geschichte in irgendeiner Art und Weise mit dem Thema hat.
01:22:23: Körperbild und Aussehen und wie ich aussehe und ob ich richtig altere oder falsch hässlich altere was auch immer da Entspannung reinzubringen.
01:22:33: Und zu sagen akzeptiert euch so wie ihr seid!
01:22:36: Ihr seid gut so wie er seid und steckt die Energie in das anderes Gründet ein Business, gründet eine NGO.
01:22:43: Engagiert euch politisch was auch immer aber hört auf euch von morgens bis abends mit eurem Aussehen an euren vermeidlich dicken Oberschenkeln sonst irgendwas zu beschäftigen.
01:22:54: das ist es nicht wert.
01:22:56: und ihr seid toll so wie ihr seid.
01:22:57: dass das würde ich mir wünschen.
01:23:00: Das ist ein ganz wahnsinnig tolles Schlusswort wenn es um die Moral des Essens geht, wenn es den Umgang mit dem Essen in den sozialen Medien geht und ein bisschen mehr Gelassenheit glaube ich ist das was wir brauchen insgesamt.
01:23:19: Eva!
01:23:20: Ich danke dir sehr für dieses Gespräch diese Zeit, die du genommen hast.
01:23:27: Kalender ist immer sehr, sehr voll.
01:23:30: Ich hoffe dass du ganz viel Erfolg haben wirst.
01:23:33: was wir nämlich noch gar nicht gesagt haben und erwähnt haben aber ich werde es verlinken in den Show Notes is In Charge Und zwar In Charge ist eine Initiative die vorgestellt bekam von dir und deiner Mitgründerin Ronja, die eine Charter aufgebaut haben für uns Fachkolleginnen.
01:23:53: Und auch die Influencer wie man gemeinsam besser arbeiten kann so das sinnvolles raus kommt dass den Userinnen und Usern tatsächlich den Mehrwert bringt, den er soll nämlich es soll das bessere Leben rauskommen.
01:24:11: genau Das ist da wo wir zusammen arbeiten können und was du und Yronia ins Leben gerufen hast, ist in Charge.
01:24:18: Und das ist richtig, richtig toll.
01:24:20: zusammen mit ganz vielen Wissenschaftlerinnen und InfluencerInnen habt ihr da etwas sehr Faszinierendes auf den Weg gebracht.
01:24:29: Jetzt gilt es, das Ganze umzusetzen!
01:24:31: Ich werde das, weil wir es total vergessen haben darüber zu sprechen, auf jeden
01:24:35: Fall
01:24:36: nochmal mit in die Show Notes bringen und ich danke dir aber abschließend jetzt wirklich Ich wünsche dir ein ganz schönes ... Wir haben Freitag, Nachmittag.
01:24:45: Ich wünsch dir ein schönes Wochenende!
01:24:47: Danke dir für deine Zeit.
01:24:49: Danke dir fürs tolle Gespräch, liebe Heike.